Taschenmesser
Kein anderer Ausrüstungsgegenstände den du in der Hosentasche oder im Rucksack umher tragen kannst, verkörpert das Abenteuer so sehr wie ein Taschenmesser. Ein Taschenmesser bei sich zu haben in allen Lebenslagen ist der Innbegriff von vorbereitet sein auf das Unerwartete. Aber welches Messer ist das richtige? Zu diesem Thema gibt es natürlich viele Meinungen und am Ende musst du selbst wissen was du möchtest. Wir meinen, alles halb so wild. Du wirst schon irgend ein Taschenmesser daheim haben, das passt schon. Wichtig ist doch eher, irgendein Taschenmesser in der Tasche zu haben, als den perfekten Hirschfänger daheim in der Schublade. Also lass dich nicht verrückt machen.
Für Papa und Sohn Abenteuermesser gilt:
- Nicht zu groß und klobig sonst nimmst du es nicht mit.
- Nicht zu teuer sonst weinst du nur, wenn ihr es mal verliert.
- Nicht zu verspielt oder filigran, sonst hält es nichts aus.
Klar, wenn dein Junge gerade im Winnetou Lesealter ist und er sich wie Old Shatterhand fühlt, wenn er mit einem Bowie Messer am Gürtel mit dir durch den Wald zieht, warum nicht.
Aber dich selbst kannst du schon fragen, wie häufig du in der letzten Zeit gegen wilde Bären kämpfen musstest. Ja, es ist schon klar. Crocodile Dundee würde jetzt sagen, dass du auch ein riesiges Messer ständig mit dir herum tragen kannst. Aber der isst auch Krokodile. Wie häufig hast du schon Krokodile erlegt? Zufällig zertretene Eidechsen zählen nicht! Und es mag dir unglaubwürdig erscheinen. Aber selbst in der Zeit, als Rambo-Messer unter Jugendlichen sehr beliebt waren, wurden nur selten 14-jährige nach Südostasien geschickt um Vietnamveteranen aus Lagern zu befreien.
Die Wahrheit ist, dass wir Papas meistens eine Wurst schneiden und ein Butterbrot schmieren und unsere Söhne Stöcke spitz machen. Und das ist OK. Also verabschiede dich von der Machete und sag hallo zu einem alltagstauglichen Allzweckmesser. In diese Allzweckkategorie fällt wohl kein Messer besser als das klassische Schweizer Taschenmesser. Lass dich nicht vom Rausch der vielen Funktionen davontragen. "Small is Sweet". Es gibt auch Griffschalen aus Nussbaumholz. Das sieht sehr hübsch aus. Und es gibt Griffschalen aus Aluminium. Die sind besonders schmal und tragen in der Hosentasche nicht so auf.
Ein besonders traditionsreiches Jugendmesser ist auch das Opinel aus Frankreich. Es besitzt zwar nur eine Klinge, dafür kann man diese mit einem kleinen Drehring am Heft arretieren. Das Opinel gibt es mit einer Klinge aus rostfreiem und normalem Stahl. Der normale Stahl bekommt bei der Nutzung eine rustikale, dunkle Patina und Generationen von jungen Pfadfindern haben sich mit diesem Messer das erste Mal in den Finger geschnitten. Eigentlich sollte jeder Papa und jeder Sohn allein deshalb schon eines haben. Ein etwas größeres und robusteres Messer ist das Swede von EKA.
Sind deine Jungs noch so klein, dass du das mit dem Fingerschneiden nicht sofort herbeiführen möchtest, dann ist ein Schnitzlernmesser mit feststehender Klinge eine Überlegung wert. Die Spitze ist abgerundet aber die Schneide scharf, so dass man es benutzen kann, aber die Verletzungsgefahr geringer ist. Lernmesser für Kinder gibt es auch als Klappmesser. Aber wenn Du eine feste Klinge nimmst, sparst du einen Haufen Geld für die Pflaster, die nötig werden, wenn ständig einer seine Finger beim zuklappen zwischen Klinge und Griff hält.